Ist „digitaler“ Burn-Out möglich? – Aber sicher!

Wie sagt meine Dao-Meisterin immer so schön:Less Sreen, more Qigong!. Weniger Bildschirm, mehr Qigong. Und inzwischen zeigt sich wieder einmal sehr deutlich, dass man mit altem Wissen und alten Methoden sehr wohl neue Entwicklungen einordnen und vorhersehen kann. Es gibt immer mehr Menschen, die an einem digitalen Burn-Out leiden. Das hat selbst unsere Wissenschaft erkannt. Doch warum das so ist und wieso die Auswirkungen so extrem sind, darauf gibt sie nur unbefriedigende Antworten.

In der Chinesischen Medizin ist es bekannt und ich selber warne in meinen Kursen ständig davor, immer ON zu sein. Die Augen auf einen Bildschirm gerichtet zu haben, oft stundenlang ohne große Unterbrechungen ist in vielerlei Hinsicht äußerst schädlich. Rein körperlich ist es anstrengend für die Augen, ständig ausgerichtet und aufnahmebereit zu sein. Abgesehen davon sind sehr leicht Fehlhaltungen der Halswirbelsäule und des Nackens möglich, die das Problem noch verstärken. Aus energetischer Sicht sind die Augen das Sinnesorgan, welches mit Abstand am meisten Qi benötigt. Sind die Augen also in einem Dauerbetrieb, so fressen sie Unmengen Energie. Dies führt eben relativ schnell zu einer Leere des Yang-Qi. Diese Leere wird reguliert durch das Nieren-Qi, welches für solche Notfälle den Energieverlust sofort ausgleicht. Doch damit leeren wir ebenso schnell genau diesen Notfall-Speicher. Wenn dann wirklich Notfälle wie Krankheiten oder außergewöhnliche Belastungen im Leben auftreten, hat das Nieren-Qi nicht mehr genügend Power und kann nun nicht mehr helfend einspringen. Die Probleme verschärfen und verschlimmern sich deutlich. Dies wäre ein erstes Burn-Out-Szenario.

Doch es gibt weitere Aspekte, die beachtet werden sollten. Die Augen haben Verbindungen zu einigen Meridianen des Körpers und somit zu deren Organsystemen. Die Leber kontrolliert die Augen, der erste Akupunkturpunkt der Magenleitbahn liegt direkt unterhalb des Auges und der erste Punkt der Gallenblasenleitbahn liegt direkt seitlich am Auge. Durch die ständige Nutzung der Augen werden diese Organsysteme ständig gereizt und verlieren zunächst Qi. Bei länger anhaltendem Gebrauch der Augen, die sich dann noch auf kleine Bildschirme fokussieren müssen, trocknen wir dann auch das Yin, die Flüssigkeiten aus. Die Augen und/oder das Gebiet um die Augen werden trocken und rissig. Doch viel schlimmer ist, dass auch im Inneren des Körpers, im Inneren die Organsysteme trocken werden. Das geschieht beispielsweise mit den Magensäften oder dem Leberblut. Dies hat weitaus gefährlichere Auswirkungen auf den Körper als das trockene Auge selbst. Ein trockener Magen neigt zu entzündlichen Prozessen, ein geschwächtes Leberblut zu größerer emotionaler Anfälligkeit oder Durchblutungsstörungen, um nur mal wenige Beispiel zu nennen.

Letztlich aber ist das Auge „der Spiegel der Seele. Geist und Seele werden durch die ständige Benutzung der Augen immer unruhiger und strahlen diese Unruhe aus auf das Herz. Das Herz ist Kaiserorgan des Körpers und sollte geschützt sein und in Stille bleiben. Zudem sind wir durch den Gebrauch der Augen ständig außer uns. Wir verlieren ständig unsere Mitte, denn unsere Aufmerksamkeit ist natürlich beim Bildschirm. Anders als bei einem Spaziergang, wo wir die meiste Zeit unfokussiert sind und uns die Natur etwas an Energie zurückgibt, sind wir vor Bildschirmen ständig außerhalb unserer Mitte und es wird uns die ganze Zeit Energie entzogen. Das ständige Flimmern der Bilder des Bildschirms erzeugen noch mehr Unruhe. Neben Übelkeit und Kopfschmerz, welches erste kleine Symptome wären, tauchen ganz sicher bald Schlafstörungen auf. Und ohne richtigen Schlaf verschärft sich die gesamte Problematik des zu viel vor dem Bildschirm Hockens dramatisch. Nun ist ein Burn-Out auf Dauer unvermeidlich. Schlechter Schlaf, schnelle Reizbarkeit, überbordende Emotionen sind typische Zeichen solch eines Zustandes, der dann sehr schnell sehr ernst werden kann.

Denn dies alles zusammen führt zu einem sehr starken Verlust an Qi, Flüssigkeiten und Blut in relativ kurzer Zeit und sorgt für ernsthafte Probleme psychischer Art wie ständiges Gedankenkreisen, ständiges Träumen, ständige geistige Unruhe und führt dann auch zusammen mit der fehlenden Erholung durch genügend Schlaf zu ernsthaften körperlichen Beschwerden wie Neurasthenie, geringer Belastbarkeit, psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen oder auch zu schweren Herz-Kreislauferkrankungen. Und bei all dem habe ich die sonst noch so ablaufenden Stressmomente des Alltags völlig außen vor gelassen.

Denkt also bitte daran, weniger Bildschirm, mehr Qigong!

 

 

 

 

Kaffee ist gesünder als viele denken…

behauptet ein Prof. für Ernährungswissenschaften des Frisenius-Institutes. Bis zu 5 Tassen Kaffee täglich seien gesundheitlich unbedenklich, so seine Aussage. Eine andere Ernährungsexpertin in dem Artikel spricht gar von bis zu 8 Tassen am Tag. Und Kaffee gilt als Flüssigkeit und zählt zum täglichen Flüssigkeitsbedarf von mindestens 2 Litern. Damit erreicht man allein mit Kaffee seinen Flüssigkeitsbedarf. Weitere Vorteile des Kaffees wie etwa die Erhöhung des Blutdrucks oder die Stimulanz auf das Kreislaufsystem werden ebenfalls aufgezählt.

Hier der Link zum Artikel: http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id_77601066/wieviel-kaffee-ist-noch-gesund-experte-klaert-auf.html (mehr …)

Spielerische Neugier – Die Grundlage des Qigong / 1

Ich möchte heute auf ein Thema eingehen, welches vielleicht seltener in unserer Qigongpraxis und in der Vermittlung des Qigong eine Rolle spielt, als es dies meiner Meinung nach tun sollte. Neugier! Als Erstes sollte man neugierig in seinem Üben sein. Doch was genau bedeutet das? Und wie geht das am ehesten? (mehr …)

Das Dao-Haus wird zur Dao-Akademie – Ein Ort spiritueller Bildungsmöglichkeiten

Dao-Akademie auf dem Kulturhof-Westerbeck

Das Dao-Haus Oelde wird zur Dao-Akademie und ist ab dem 01.06.2016 auf dem Kulturhof-Westerbeck zu finden!

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Ein Retreat – Der Rückzug zu sich selbst

Immer häufiger suchen die Menschen nach Rückzugsorten, nach Stille, nach einer Auszeit, nach sich selbst! In Intensivwochen oder in alten Klostermauern glauben wir, diese Sehnsucht nach Stille, diesen Zugang zu unserem Inneren, zu unserem Herzen leichter finden zu können. Und prinzipiell ist das richtig. Frei nach dem Motto:Raus aus dem Alltag, hinein ins Vergnügen“.

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