Feuer, Wasser, wilder Affe – Das Jahr 2016

 

Wer in den letzten Wochen die Welt um sich herum ein wenig sensibel verfolgt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass es ganz schön rund geht und kracht. Anhaltende Gewitterfronten, Unmengen an Wasser, schnell eskalierende politische Situationen wie der Brexit oder Attentate, die soziale Unruhe hervorrufen. Dies sind Zeichen der vorherrschenden Energie des sich gerade auf dem Höhepunkt befindlichen Feuer-Affen-Jahr 2016.

Als Organsystem wird diesem Jahr die Blase zugeordnet, die natürlich sehr, sehr viel mit Wasser zu tun hat (Ach was? würde Loriot sagen;-)), und die um den Aspekt der doppelten Hitze (Feuer und Affe) ergänzt wird. Somit entsteht eine recht gefährliche Mischung aus viel Wasser und ebenso viel Feuer. Und wenn sich diese beiden grundverschiedenen Energien nicht treffen, nicht vermählen, sondern auseinanderdriften, dann entsteht, schnell bedrohliches Chaos und schwere Zerstörung. Dies alles können wir gerade intensiv erleben. In meinen Kursen gibt es häufig die Klage, vor allem der Frauen, über langwierige Blasenproblematiken wie Entzündungen, Reizblase oder allgemein Schmerzen. Zudem gibt es reichlich emotionalen Zündstoff in Familie, Beruf und Freunden.

Schnell ertränkt das ungeordnet und übermächtig strömende Wasser alles und lässt das modernd zurück, was nicht sofort ertrunken (zerstört) ist. Schwelende Viruserkrankungen und Feuchtigkeits- und Schleimprobleme im Körper sorgen für Stress, Müdigkeit, Sumpfgefühl, Kraftlosigkeit, unklarem Denken uvm.! Emotionale Achterbahnfahrten tauchen auf und begünstigen Manie als auch Depression, oder in diese Richtungen gehende Beschwerden.

Die Hitze eskaliert sehr schnell zu einem lodernden Feuer und brennt alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Emotionen kochen so schnell hoch wie lange nicht mehr und Eskalation gehört fast zur Tagesordnung. Verkohlte Gefühlslandschaften brauchen lange Zeit um wieder fruchtbar genutzt werden zu können und die Beseitigung der Schäden durch Wasser und Gewitter, Donner und Hitzigkeit wird uns lange noch beschäftigen. Zumal schwelende Glutstellen weiterhin schnell wieder entflammbar sind und zurückkehren können. VORSICHT ist zu diesen Zeiten geboten. Ruhe bewahren, die Dinge lassen wie sie sind und annehmen, was gerade passiert. Kein zusätzliches Öl in welches Feuer auch immer gießen und dafür sorgen, dass das viele Wasser geordnet abfließen kann, um anschließend eine derart feuchte Erde wieder gut zu nutzen.

Für unsere Beziehungen bedeutet dies sensibel und sanft vorzugehen. Nicht kurzen Donnerphasen sofort folgen und alles zerstören. Sondern warten, bis sich das Gewitter gelegt, der Nebel verzogen und die Sicht auf die Dinge, die ja all die Jahre gut waren, wieder korrekt und unbeeinflusst vom momentanen Stress wiederzugewinnen. Sorgen wir dafür, Dinge, Menschen, Beziehungen und den eigenen Verzicht auch weiterhin zu schätzen zu wissen, denn diese waren die Voraussetzungen für all die gute Zeit, wie wir erleben durften.

Das Jahr wird weitere Überraschungen für uns bereit halten, die niemals zu einer Eskalation führen sollten. Besonnenheit ist eine Tugend der Blase. Nicht in ständiger Sorge jetzt schon mal die Toilette aufsuchen müssen, obwohl wir gar nicht müssen – denn dies schwächt die Blase – genauso wenig wie wir uns alles verkneifen sollen, bis es sich in einem riesigen Schwall Zwangsentladen muss. Der Zeitpunkt und die Art sind entscheidend, wie wir mit unseren Körperfunktionen gut umgehen sollen. Dies trifft umso mehr auf unsere psychische und geistig-seelische Situation zu. Besonnen, sensible und zur rechten Zeit die Dinge ansprechen, die wirklich von Bedeutung sind.

Das Üben von Qigong, Taijiquan, Meditation kann jetzt sehr fruchtbar sein, wenn wir es verstehen, diesen Prozess richtig zu betrachten. Auch hier gelten die vorher gemachten Aussagen wie sich nicht ertränken lassen, wenn mal nichts so voran geht wie wir uns das so wünschen und vielleicht meinen, dies auch dringend so zu benötigen. Und auch das Feuer des Yang-Qi kann nun sehr leicht überschlagen und auflodern und einen unruhigen Geist und einen entsprechenden Schlaf hervorrufen. Unten voll, oben leer, bedeutet, in den Beinen und im Unterleib die Kraft zu wurzeln, damit sie nicht wurzellos nach oben schlägt. Diesen Aspekt nennen wir auch die Heirat von Feuer und Wasser, wobei das Feuer unter das Wasser gehalten werden muss, damit gute Dinge entstehen können durch die Transformation des köchelns. So ist es auch wichtig, in dieser Zeit nicht zu kalt und zu feucht zu essen und zu trinken (eisgekühlte Getränke, Eis, Milchprodukte, Zucker, sauer-süß-Mischungen etc.), aber eben auch nicht zu hitzig zu würzen und zu fettig zu schlingen. Auch bei Essen und Trinken besonnen bleiben.

Genießen wir entspannt die Vielfalt allen Seins und üben uns in zurückhaltender, freudiger Gelassenheit

 


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