„Rauchen geht unter die Gürtellinie“

lautet der Titel eines Artikels auf der Internetplattform mydoc (http://www.mydoc.de/sexualitaet/mens-health/rauchen-geht-guertellinie-2040#). In dem Artikel geht es darum, dass medizinisch erwiesen ist, dass Raucher häufiger unter Erektionsproblemen, Blasen- und Nierenkrebs, Inkontinenz und Unfruchtbarkeit zu leiden haben.

Und diese Aussagen sind allesamt zutreffend. Sie sind sogar noch recht untertreibend und in dem Artikel stark auf die Männer bezogen, was so leider nicht stimmt. In der Chinesischen Medizin sind all diese Auswirkungen ebenfalls bekannt und gelten sowohl für Mann als auch für die Frau, in einigen Punkten sogar umso mehr für die Frau, aufgrund ihres etwas anderen Blutkreislaufs.

Allgemein ausgedrückt wird das Rauchen dem Metall- und Feuer-Wandlungsphasen zugeordnet. Tabak ist von der Wirkung her trocknend und scharf und wirkt direkt auf die Lunge und den Dickdarm. Der Feuerprozess des Verbrennens erzeugt natürlich Hitze, die direkt zum Herzen und zum Dünndarm wandert. Natürlich muss die Schärfe und Hitze verdaut werden, wofür der Magen zuständig ist, dessen Flüssigkeiten getrocknet und reduziert werden. Die Toxine in den Zigaretten, inzwischen an die Hundert verschiedene chemische Stoffe (die natürlich alle auch eine energetische Wirkung und damit Nebenwirkung mit sich bringen) wirken insgesamt schädigend und zehrend auf das Nieren-Qi, welches für die Gesunderhaltung und damit Aufrechterhaltung aller Organfunktionen im Allgemeinen zuständig ist und einfach so schneller verbraucht wird. Und gerade dieses Nieren-Qi (Yuan-Qi oder auch Ursprungs-Qi) soll so lange wie möglich gespeichert und eben sparsam eingesetzt und verbraucht werden, weil es eine so wichtige Aufgabe inne hat.

Weitere Auswirkungen ist beispielsweise die Anregung des Magen-Darmtraktes (Kaffee und Zigarette und schwupp, kann ich zur Toilette), die aber auch schnell innere Hitze erzeugen kann. Die Toxine müssen ausgeschieden werden über die Därme und die Blase, was diese Organsysteme aber eben auch reizt, angreift und verletzt. Entzündungen sind harmlose Ersterscheinungen dieses Prozesses.

Im Verdauungstrakt wird mit Hilfe der Organsysteme Milz, Leber und Herz das Blut gebildet. Auch in diesen Prozess greifen die Wirkungen des Rauchens ein und verletzen das Blut, mit äußerst negativen Auswirkungen insbesondere für die Frau und deren Blutversorgung im Unterleib. So gesehen, erreicht das Rauchen, hauptsächlich von Zigaretten, alle Organsystem und schädigt diese nachhaltig. Je mehr geraucht wird, umso schlimmer, aber auch je nach passender Konstitution des Einzelnen können Schädigungen, gerade in der modernen Welt, wesentlich schneller um sich greifen.

Psycho-emotional wirkt das Rauchen zunächst auf die Lunge. Es verbrennt kurzfristig die sich in mir befindende Trauer, regt den Atem und das Herz an und bringen dem Raucher so ein scheinbar positives Gefühl der Erregung. Langfristig zerstört es die Flüssigkeiten und das Blut und verschlimmert somit auch die emotionale Lage. Natürlich gibt einem der Glimmstengel für einen kurzen Moment Halt und sorgt somit für ein Gefühl von Mitte und Heimat und in Gruppen verstärkt sich dieses Gefühl extrem stark. Letztlich entsteht eine gewisse Form von Demut, denn, schaut her, ich brauch ja nicht viel im Leben um glücklich zu sein, nur diese paar Zigarettchen hier!

Je reiner ein Tabak ist, desto weniger dieser übergreifenden Komponenten treten auf, obwohl natürlich die Tendenz und generelle Wirkung des Rauchens bleiben.

Die Wirkungen des Rauchens sind also weitreichend und vielseitig, leider die Schädigungen eben auch. Neben der bekannten Lungenproblematik wird natürlich der Unterleib, welcher unter der Kontrolle der Nieren, der Leber und der Blase steht, extrem stark in Mitleidenschaft gezogen und so entsteht ein sehr gutes Klima für die Entstehung von Blasen-, Unterleibs- und Nierenkrebs durch Austrocknung.

Im oberen Erwärmer entstehen Lungen- und Herzprobleme, die sehr schnell erhitzend auf die Organfunktionen wirken können mit Beschwerden wie Kopfschmerz, Sehstörungen, Tinnitus, Asthma, chronischen Atemwegserkrankungen, Herzrasen, Schlafstörungen bis hin zu Herzinfarkten und Gehirnschlägen. Jedweder Stress wird auf Dauer verstärkt und psychische Störungen wie etwa Depressionen sind möglich.

Ja, rauchen geht unter die Gürtellinie, ganz sicher und eben sehr schnell und da wir in diesem Jahr von einer besonderen Bedeutung des Organsystems Blase sprechen, sind die Auswirkungen des Rauchens 10 x extremer als so schon. Gerade der Unterleib von Mann UND Frau ist in diesem Jahr sehr angreifbar. In diesem Jahr mit dem Rauchen aufzuhören wäre also eine wirklich gute Idee und der Körper wird es uns sehr danken.

 


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