Filmtipp: The greatest showman

The greatest Showman – Eine Filmkritik

Als ich diesen Film das erste Mal sah, stockte mir an einigen Stellen der Atem wirklich, ein absoluter Hammer. Davon gleich mehr. Doch zunächst einmal die ersten, einfachen Filminfos.

Der Film ist noch relativ jung und die bekanntesten Schauspieler darin sind sicherlich Hugh Jackman Und Zac Efron. Hugh Jackman, den viele vielleicht aus den Wolferine-Filmen kennen, in denen er eher hart und blutrünstig unterwegs ist, der aber auch vorher schon einmal seine Fähigkeit gezeigt hat, Tanz und Gesang mit Schauspielkunst zu verbinden. In dem Film „Miserables“ spielte er u.A. mit Anna Hathaway und konnte dort schon mit seinem Allroundtalent überzeugen.

Ob Zac Efron, Keala Settle, Zendaya oder Michelle Williams, sie alle sind top besetzt, wie der Rest des Ensembles auch!

Inhaltlich beschäftigt sich der Film mit der Geschichte eines Showmans, der genötigt durch einen Rauswurf aus seiner Firma, sein kreatives Talent entdeckt und nun ausleben muss und kann. Er will, angeregt durch seine Kinder, eine Art Zirkus mit Kuriositäten auf die Beine stellen. Die Künstler und Artisten seines Zirkusses sind fast durchweg alles Menschen mit erkennbaren Schwächen, kuriosem Aussehen und anderen Handycaps. Jackman gibt ihnen als Mister Barnum eine Chance ihre Talente dennoch zu zeigen und damit sogar Geld zu verdienen.

Aber natürlich erschaffen solche Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, sofort Ressentiments und Fremdenhass. Aus dieser Sicht betrachtet ist der Film auch ein ganz aktueller und tatsächlich immer wieder sehr menschenfreundlicher Film. Die weiteren Zutaten des Films sind eben Tanz, Akrobatik, Kuriositäten, Gesang, Liebe und die Geschichte verschiedener Menschen aus unterschiedlichen sozialen Klassen, die miteinander aber oft auch gegeneinander leben. Wer Musicals also generell nicht mag, dem wird dieser Film tatsächlich nicht liegen. Allen anderen sei er wärmstens und mit tiefer Inbrunst empfohlen. Warum??

Nun, die Mischung des Film ist ebenso spannend wie faszinierend und der Wechsel von gutem Schauspiel zu furiosen Tanzsequenzen bis hin zu wirklich grandiosen Gesangspartien ist meisterhaft und absolut gelungen. Die Thematik des Films gibt er Handlung einen Sinn, der nicht nur oberflächlich und unterhaltend ist und das gesamte Ensemble überzeugt auf ganzer Linie!

Obwohl Jackman und Efron in ihren Rollen glänzen und hervorragend schauspielern, singen UND tanzen, so gehört das absolute Highlight jedoch zwei (oder noch mehr) anderen Schauspielern und insbesondere Sängerinnen.

Ziemlich genau in der Mitte des Films finden wir über 10 Minuten verteilt die absoluten Highlights des Films. Es beginnt mit einem Lied von der „Schwedischen Nachtigall“, die singt, als hänge ihr Leben davon ab, mit einer Stimme die von Lieblichkeit und der Fähigkeit jedes Herz zu berühren ihresgleichen sucht! An dieser Stelle leidet und weint man automatisch mit, so tief singt sich Jenny in unsere Zuschauerherzen hinein. Famous und unbeschreiblich. Doch nach einer kurzen Dialogszene, die einen von mehreren inhallichen Höhepunkten darstellt, kommt ein weiteres, absolutes Highlight einer weiteren Sängerin, Keala! Sie singt sich zu Beginn ebenfalls direkt mit ihrem sanften Stimmanteil in unsere Herzen, um uns dann Sekunden später auf einen unglaublichen Powertrip mitzunehmen.

Unterstützt von einer genialen Chor- und Tänzertruppe motivierte sie mich sogar dazu, nicht nur mit zu singen, sondern sogar mit zu tanzen. Okay, ich war allein in meinem Wohnzimmer und habe nicht annähernd etwas Tanzähnliches zu Stande gebracht ;-), aber so mitgerissen hat sie mich dennoch. Und zum Schluss dieses fast 10-minütigen Tanz- und Singfestivals kommt noch ein kleines cineastisches Bonbon dazu…aber ich will hier nicht zu viel verraten.

Also, wer Musicals mag und singen und tanzen und die Menschen liebt, wird von diesem Film genauso begeistert sein wie ich!! Ich habe mir einige Szenen des Films wohl 20 mal angeschaut, den 10-Minuten-Höhepunkt sicher wohl 100 mal, ohne mich daran satt gehört oder gesehen zu haben.


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