Beckenbodentraining für Männer oder Wie im Alten China das Nieren-Jing gefestigt wurde

http://www.mydoc.de/sexualitaet/mens-health/beckenbodentraining-fuer-maenner-1630

Unter dieser Adresse findet ihr im Netz einen Artikel über ein einfaches Beckenbodentraining, welches auch Männern helfen kann, die Beckenbodenmuskulatur zu stärken und eine bessere Erektion zu bekommen. Sieh an, und da soll noch einer daran zweifeln, dass Sex sells;-)! Somit versuch ich´s auch mal damit;-D!

In der chinesischen Sicht auf die Welt des Körpers, und hier mal bezogen auf den männlichen Körper, spielt der Beckenboden und alle Organe und darin natürlich eine immens große Rolle. Zum einen wird dieses Areal der Niere zugeordnet, die ein sehr wichtiges Organnetzwerk in der Körperlandschaft darstellt und extrem unter Vernachlässigung leidet, zumindest beim modernen Industriemenschen. Wir schlafen zu wenig, haben zu schwache Beine und Knochen, dafür aber zu viel Sex und Stress und kümmern uns nicht um den Unterleib mit so wichtigen Bestandteilen wie den Organsystemen Niere und Blase, der Prostata, den Hoden und dem Penis. Dazu jede Menge feinster Knochen, der wichtigste und heilige Knochen (Os Sacrum), dem Kreuzbein und jede Menge großer und kleiner Muskelgewebe wie dem Psoasmuskel uvm.! Natürlich ist der gesamte Beckenbereich wichtig für den Menschen, auch für den Mann. Und ja, auch die Sexualität und die Potenzfähigkeiten des Mannes haben einen sehr engen Bezug zu dieser Region. Diese gesamte Region unterliegt der Kontrolle der Niere und wird durchzogen von vielen weiteren Meridianen. Und da wir das Nieren-Jing (Samen-Essenz – vorsichtig übersetzt) nicht nur für Sex benötigen, sondern auch für unser Wachstum, für die Knochen, die Zähne und insbesondere für das Gehirn, gehen wir möglichst vorsichtig mit diesem wertvollen Körperstoff um. Wir pflegen ihn, bewahren ihn und üben mit dem Jing, um daraus Qi zu transformieren und den Körper fit zu halten und höhere Stufen der Kultivierung zu erreichen. Wir wollen mit dieser Ursubstanz auch unsere spirituelle Entwicklung fördern. Dazu gibt es weit mehr, als nur ein einfaches Anspannen der Muskulatur des Beckens. Wir beziehen den Atem und die Aufmerksamkeit mit in unser Üben ein und stärken so das gesamte System des Beckens auf unvorstellbare Weise.

Die Innere Alchemie der Daoisten beispielsweise arbeitet viel mit dieser Ur-Essenz beim sogenannten Kleinen Himmlischen Kreislauf. Dieser Energiekreislauf fördert die Gesundheit des gesamten Körpers, aber bearbeitet insbesondere die Region des Beckens, das Reservoir des Nieren-Jing. Mit speziellen Übungen und der Zuhilfenahme von Atem und Vorstellungskraft versuchen wir die eh vorhandene Transformation zu festigen und zu fördern, um so gesund und auch geistig fit zu bleiben. Zudem schaffen wir beste Voraussetzungen für allgemeines Wohlbefinden und eine kraftvolle und intensive Sexualität. In einer Mischung vom Herunterholen des Herz-Yang (der frischen Bewegungsenergie des Herzens) in das Untere Reservoir und einer Verdichtung von Atem, Geist und eben dieser Essenz erzeugen wir eine neue Art von Qi, die dann durch den Unterleib herunter und über das Steiß- und Kreuzbein die Wirbelsäule wieder rauf geschickt wird. Das Öffnen dieses Kreislaufs hat weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Körper. Für sämtliche Symptome der Beine, der Knochen, des Beckenbereichs, der Organe Niere und Blase, der Wirbelsäule und des Gehirns ist diese Übungsmethode äußerst empfehlenswert.

Und ja, auch bei sexuellen Problemen oder der Unfähigkeit schwanger werden oder ein Kind zeugen zu können, ist die Innere Alchemie wie ein Wundermittel. Wenn man(n) denn entsprechend täglich übt.;-(! Aber diese Investition zahlt sich wirklich sehr schnell aus). Und selbstverständlich gilt all das Gesagte auch für Frauen, nur auf deren Körper bezogen natürlich!

Aber wir üben auch das Anspannen des Beckenbodens. Aber nicht als Gymnastik, denn da sind die Wirkungen sehr begrenzt. Wir üben das Anspannen auf einen ganz spezielle Art und Weise und verbinden dies beispielsweise mit einer entsprechenden Atemmethode. Die Knochenatmung oder das Kreuzbein-Atmen sind entsprechende Übungen, die sehr schnell Wirkung zeigen. Sie erfordern nicht viel Zeit, sind überall ohne Hilfsmittel durchführbar und führen neben einer Kräftigung des Beckenbereiches auch noch zu einer geistigen Ruhe und Stille des Herzens. Ein nicht zu unterschätzender Effekt bei Schlafstörungen, bei viel Stress im Alltag und zu viel Denken.

Ich bin dankbar, dass ich die Chinesische Medizin für mich entdeckt habe und immer noch weiter entdeckees gibt so vieles zu erkunden, der Beckenbereich ist ein Aspekt von sehr, sehr vielen!

Das Bild mit den sexy Unterhosen stammt von Otto Wenninger, pixelio.de