Burn-Out einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet…

Gerade lese ich einmal mehr einen Artikel über den sogenannten Burn-Out. Dort heißt es u.A., dass, wenn beispielsweise Symptome wie Überforderung, hohes Stresslevel, Kopfschmerzen, häufige Infekte oder chronische Verdauungsstörungen sowie Stimmungsschankungen oder Lustlosigkeit auftreten, der Verdacht in Richtung Burn-Out abgeklärt werden sollte.

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Heilung und Komfortzonen

Ich möchte heute einmal kurz ein paar Aspekte von Genesung, von ganzheitlicher Heilung beleuchten, die sich nicht jedem Menschen sofort erschließen! Schon gar nicht dem modernen Industriemenschen…;-D!

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Laozi´s Dao De Jing – gesammelte Ideen 3

Heute möchte ich ein paar Worte über die Begriffe WUJI und TAIJI verlieren. Auch schön, nicht wahr, Worte verlieren…;-)! Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass diese Arbeit nicht dem intellektuellen Verständnis oder der intellektuellen Darstellung eines alten (weisen?) Textes dient, sondern eher die praktischen Bedeutungen für unser üben und unser Leben herausstellen möchte! Und wie immer gilt, dass das, worum es geht, sich letztlich der Sprache entzieht…;-)! Warum dann der ganze Quatsch?? Gute Frage! 😉

WU (ohne, leer, Nichts) meint eine Leere, die nicht leer ist. Es symbolisiert Nichts, ohne dass dies bedeuten würde, dass dort nichts sei. Ohne besagt nicht, dass etwas nicht da sei. Die symbolische Darstellung von WU ist der leere Kreis. Die Symbolik des Kreises bedeutet, dass es kein Anfang und kein Ende gibt. Wo auch immer ich mich in diesem Kreis befinde, es wird weitergehen UND aufhören. WU ist der Ausdruck eines unendlichen Potenzials, welches sich noch im Verborgenen, sozusagen undefiniert ist und noch nicht in eine bestimmte Richtung (Yin/Yang), noch nicht ins SEIN (You) gewandelt ist. ALLES geht auf diese Leere zurück, auf dieses WU. WU ist die Essenz von allem, doch ohne dass diese Essenz sichtbar werden würde.  Für den modernen, sehr stark dem Sicht- und Greifbaren anhaftenden Menschen, scheint eine nicht-existente Existenz; eine Leere, die nicht leer ist; ein Potenzial, welches keine Richtung und Darstellungsform, keine Entwicklung angenommen hat, sicherlich suspekt. Doch genau dieses WU ist die Brücke für sehr tief in uns verwurzelte Aspekte des Lebens und unseres Übens, sei es Taijiquan, Qigong oder Meditation. Denn wir können tatsächlich in diese LEERE, in dieses WU eintauchen. Ja, wir befinden uns eigentlich die ganze Zeit darinnen, ob wir es wahrnehmen oder nicht und auch ob wir es wollen oder nicht! Durch unsere Lebens- aber zunächst vielleicht auch nur unsere Übungspraxis (Taijiquan, Qigong, Meditation) lassen wir langsam von allen Anhaftenden los, um diesen Zustand, in dem wir uns immer befinden, wieder stärker durchscheinen lassen zu können. Wir lassen diese wahre Wirklichkeit immer mehr durch uns nach außen treten. Wir leben dieses Durchtränkt-Sein vom Dao immer mehr. Wie gesagt, vielleicht zunächst nur in unserem Üben oder Teilen davon. Aber diese Methoden sind ja genau die Techniken, vielleicht besser die Herangehensweisen, die uns heutzutage fehlen, um wieder Zutritt zu unserem wahren Sein, zu unserem wahren selbst leben zu können. Frau Dr. Josefine Zöller, meine erste Qigonglehrerin, übersetzte das Wort Meditation (meditare) immer mit dem Satz:“In die Mitte gegangen werden!“. Dies ist vielleicht ein wirklich wichtiger Hinweis! Um in die Leere eintreten zu können, bedarf es in unserem Verständnis keines Tuns. Wir müssen einfach nur lassen. Wissen, Festhalten, Wünsche, Urteile los-lassen führt dich langsam zu dir – eben gegangen werden.

Unsere Praxis (auch die Lebenspraxis) dient letztlich diesem wieder gewahr werden was wirklich ist. Tief verborgen im nichts, wo doch alles zu finden ist. Aus dieser scheinbaren Leere entstehen die 10.000 Dinge (Alles), entsteht Schöpfung und vergeht Schöpfung (stirbt) auch wieder. WU ist die Quelle allen Seins und Nichtseins.

JI bedeutet nach Laozi´s Dao De Jing nach Jan Silberstoff, Fristbalken, Verbindung, Pol. Wuji is so eben ohne First, ohne Verbindung, ohne Pol. Wie wir bereits feststellten, ist es nur als Potenzial vorhanden, ohne Erscheinungsform, ohne Absicht, ohne Richtung. Es gibt noch keine Verbindung, zu Irgendetwas. Wuji ist Leere, noch ohne Inhalt und Richtung und Ausdruck. Gefüllt mit Leere, gefüllt mit nichts, könnte man auch sagen…;-)!

Durch eine Art innerer Befruchtung entsteht dann eine erste Verbindung, TAIJI. Die höchste Verbindung, der erhabenste Pol, der größte Firstbalken. Himmel und Erde bekommen nun ein Gesicht, erstmals und deutlich gerichtet. Hier erklärt sich einer der wichtigsten Konzepte in daoistischen Traditionen, die Dreiheit (oder auch Einheit ;-)) von Himmel <> Mensch <> Erde. (TianDiRen – Himmel, Erde, Mensch). Die Verwurzelung in der Erde, im materiellen Bereich ist stark und fest, er ist grundlegend versorgt mit allem, was der Mensch zum Leben benötigt und gleichzeitig tief empor gewachsen und innerlich – geistig-seelisch – verbunden, riesig und eins mit dem Himmel. Die Akupunkturpunkte Baihui und Mingmen (Verbindungstore zum Himmel) und Huiyin und Yongquan (Verbindungstore zur Erde) gehören in jede gute Übungspraxis – zumindest für eine zeit lang – dazu. Das herstellen einer Einheit dieser beiden Aspekte von Sein UND Nichtsein ist eine der ersten Aufgaben, die jedem Üben vorangeht. Das was oft mit Rujing (eintreten in die Stille beschrieben wird), ist nichts anderes als das einlassen und eintauchen in diese Dimension wahren Seins und Nichtseins. Über den höchsten Fristbalken, die höchste Verbindung von Himmel und Erde, den ursprünglichen Polen Yin/Yang erfahren wie Wuji, die alles umfassende Einheit aller Phänomen und die Undifferenziertheit aller Dinge, die wir in unserem alltäglichen Verständnis für so klar, so zielgerichtet, so nach vollziehbar, so logisch und damit als so richtig erachten. Die Praxis von Wuji und Taiji lässt diese Annahmen mächtig erschüttern aber eröffnet uns durch diese Erschütterung Zugang zu Dingen, zu Erfahrungen, die dann eben als transzendental, als spirituell, als außergewöhnlich oder gar unmöglich bezeichnet werden. Die Kampfkunst als Taiji zu bezeichnen ist somit genau genommen falsch. Taiji-Quan müsste es heißen. Der Weg des Kämpfens im Sinne des großen Firstbalkens, der großen Verbindung von Himmel und Erde durch den Übenden wäre korrekter. Und das macht deutlich, dass es in dieser Kampfkunst ebenfalls nur am Rande um Entspannung geht. Als klassische Methode des Altertums galten alle genannten Methoden als Übungshilfe zur Erreichung des Dao.

Wollen wir wissen, wer oder was wir wirklich sind, ist das Eintauchen in diese Symbolik und deren wahre Bedeutung im Leben in Form von Erfahrungen der einzige Weg. Dies bieten uns die Methoden der Klassischen Chinesischen Medizin in Form von Krankheit (als Weg <> Sinn <> Dao!), aber eben auch präventiv in Form meditativer und körperlich-geistiger Praxismethoden wie Meditation, Taijiquan und Qigong.

 

Reiseangebot: „Gesundheit & Wellness aus Fernost“

In Zusammenarbeit mit dem Hotel Noltman-Peters und einem Reiseanbieter wird es in Zukunft regelmäßig Einsteigerangebote für Qigong, Ernährung und Massage nach altchinesischen Richtlinien geben.

Die Kurztripps (3 Nächte) finden im Hotel Noltman-Perters (Bad Rothenfelde) statt und beinhalten kleine Einheiten in Qigong, chinesischer Ernährungslehre und Selbstmassagen. Die Buchung erfolgt über folgenden link:

https://www.gesundheitsreise.de/Gesamtangebot/Hotel+Noltmann-Peters.html

Dies Angebot verbindet Wellness, Erholung, Genuss pur mit dem Sammeln erster Erfahrungen mit den Selbsthilfemethoden der Chinesischen Medizin. Die Einheiten beinhalten Theorie & Praxis und sind als Einstieg gedacht, obwohl natürlich auch erlernte Übungen und Massagen zu Hause weiter praktiziert werden können.

Sie werden betreut vom „Team Stuhlmacher“. Herr Stuhlmacher ist einer der renommiertesten Qigonglehrer Deutschlands. Weiter sind von ihm ausgebildete Qigonglehrer und Massagespezialisten im Team.

Die nächsten Termine sind:

11.04.201914.04.2019
25.04.201928.04.2019
02.05.201905.05.2019