Das Herz kultivieren – Teil 4

Heute mal wieder ein äußerst wichtiger Aspekt des Qigong UND der Klassischen Chinesischen Medizin, den ich in den Fokus rücken möchte. Die Kultivierung des Herzens! Animiert von einem Kurs am gestrigen Abend, möchte ich weitere interessante Aspekte dazu erläutern und deren Bedeutung für unser Üben und unser Leben herausstellen.

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Liebe ist das Einzige was zählt!

Heute mal wieder ein äußerst wichtiger Aspekt des Qigong UND der Klassischen Chinesischen Medizin, den ich in den Fokus rücken möchte. Die Kultivierung des Herzens! Animiert von einem Kurs am gestrigen Abend, möchte ich weitere interessante Aspekte dazu erläutern und deren Bedeutung für unser Üben und unser Leben herausstellen.

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Winter bedeutet Rückzug – Doch was ist damit gemeint??

Ich möchte heute, sicher nicht zum ersten und ganz sicher nicht zum letzten Mal, auf dieses wichtige Thema in der Chinesischen Medizin eingehen. Die Jahreszeiten spielen in der Chinesischen Medizin nach wie vor eine enorm große Rolle, da diese die Energetik und die Psyche – und somit auch unseren Körper – sehr stark beeinflussen. Und dies auch, wenn der moderne Mensch es kaum noch wahrnimmt.

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Kapitel-Vorabdruck aus meinem Psychobuch…;-)

Dieser Artikel ist ein Vorabdruck aus meinem Buch über die Psychologie des Menschen. Hier für euch eine kurze Einführung in das System der 5 Wandlungen (auch 5 Elemente genannt), welches nur ein Konzept ist, das ich in meinem Buch darlegen werde. In meinen Ausführungen beziehe ich mich sehr stark auf das konfuzianische Konzept der 5 Wandlungen. Natürlich fehlen hier alle vorherigen, allgemeinen Einführungen des Buches.

Die Fünf Wandlungen im Leben des Menschen

Die korrekte Anwendung der Fünf Wandlungen in unserem täglichen Leben kann uns befähigen, unser Schicksal zu verändern, zu tranzendieren. Dies ist eine faszinierende Methode, um unseren erworbenen, nachgeburtlichen Zustand in seinen vorgeburtlichen, himmlischen Zustand – vor dem Betreten der Erde – zurückzuführen.

Dabei hängt es ganz davon ab, was wir selbst in unserem Herzen tragen und wie wir unseren Mund, unsere Augen, Ohren, Nase und Zunge kontrollieren, damit wir nicht durch unsere Wünsche und Begierden beschmutzt werden, sondern die Tore unseres Körpers vor Verlust, vor Dieben schützen. Über die fünf Tore sprechen wir später noch.

Wenn wir nicht bei uns selbst beginnen und uns – mit dem Wunsch aus tiefstem Herzen kommend – zu kultivieren beginnen, werden wir von der Macht des Alltäglichen geradezu vergiftet. Unser Gefühl, unsere Intuition, unser Herz verliert sich immer mehr; während die Gedanken, der Intellekt und die Logik anfangen unser Leben immer mehr zu durchdringen und es zu bestimmen. Mit fürchterlichen Folgen für uns und unsere Umwelt.

Alles in uns sich Sehnende, alles Süchtige, alle Wünsche verderben langsam aber sicher das Herz, welches immerhin das Kaiserorgansystem des Körpers darstellt. Jedes Mal, wenn wir begehren, wird dem Herz ein Anteil an ererbtem Qi zugefügt. Ererbtes Qi ist der karmische Anteil in uns, der die Verfehlungen unserer Ahnen an uns weiter gibt, wenn wir selber beginnen, uns zu versündigen. Versündigen bedeutet hier, dass wir unseren Be-Gier-den folgen, statt unserem Herzen. Dem eigenen Wohl, statt dem Wohl der Allgemeinheit. Dem Verstand, statt der Intuition. Der Selbstliebe, statt der wahren, selbstlosen Liebe.

Jede weitere Tat in diesem Sinne schädigt somit uns selbst UND die Welt um mich herum. Dieser Qi-Anteil, den wir bei solchen Taten unbewusst unserem Herzen zufügen, blockiert dann einen Teil unseres Gewissens. Dieses Gewissen ist der tief in uns verwurzelte Aspekt der Tugenden und hat wenig bis nichts mit Moral zu tun. Diese Instanz in uns liegt viel tiefer als Moral und sorgt – eigentlich – dafür, dass wir alle Menschen herzlich, zuvorkommend, helfend und mit Achtung und Anstand behandeln (siehe auch Laozi`s DaoDeJing Vers 38).

Die Tugenden sind das Erste, was entstanden ist, als das Dao sich selbst befruchtete und die 10.000 Dinge erschuf. Die Tugenden sind der Ausdruck des reinen, des unbefleckten Menschen. Tief in unserem Inneren wohnen diese Tugenden noch immer und warten darauf, wieder ins Leben, in unseren Alltag eintreten zu dürfen. Doch solange dies nicht oder nur sehr unvollständig geschieht, verlieren wir durch unser Handeln, durch jede einzelne Tat im Auftrag unseres EGO`s immer mehr die in uns angelegte, angeborene und natürliche Güte.

Sobald wir also diesen Samen der Irritation, der Gier, der Verblendung und Unwissenheit und die damit zusammenhängende Frustration und Verunsicherung gepflanzt haben, wird es schwer, die Beherrschung zu bewahren und ein friedliches, im Herzen ruhiges Leben zu leben. Immer mehr werden Frustration, Wut, Ent-Täuschung und Verlust um sich greifen und uns nach und nach zerstören. Im Innen wie im Außen. Der Körper wird schwer und krank und das Leben im Äußeren, in unseren Beziehungen wird immer von Konflikten, einer Gedankenflut, von Sucht und Sorgen und von Schwermut begleitet sein. Dadurch entsteht langsam aber sicher grenzenloses Leid. Hier beginnt die Kultivierung des Herzens – eine der ersten Aufgaben im Qigong – als Rückbesinnung auf die im Menschen natürlich angelegte „Himmlische Natur“ (De). Die Pflege dieser himmlischen Natur erfüllen wir, wenn wir im Sinne der Fünf Wandlungen die Tugenden in uns wirken und durch uns zu Taten werden lassen.