Die Hausapotheke der Chinesischen Medizin – DVD ist fertig

Unter dem Titel „Die Hausapotheke der Chinesischen Medizin“ habe ich gerade eine DVD veröffentlicht (Buch folgt in wenigen Wochen), auf der ich das alte Wissen der Daoisten und Buddhisten zur Gesundheitsvorsorge und zur Selbsthilfe bei den verschiedensten Gesundheitsstörungen leicht verständlich und direkt praktisch nutzbar vorstelle.

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Diagnosen, Methoden und Selbsthilfe in der Chinesischen Medizin – Band 2 der Reihe „Medizin des Dao“

Nun ist der zweite Band der Reihe „Die Medizin des Dao“ erschienen. In dem Buch geht es um die detaillierte, aber dennoch leicht verständliche Vorstellung der 5 Säulen der Chinesischen Medizin, deren Konzepte, die Dignosemethoden und deren praktische Anwendung – auch in der Selbsthilfe mit Qigong, Massage, Ernährung – im Alltag und als Hilfsmittel, einen guten Therapeuten zu finden und natürlich um selber die umfassenden Konzepte der Chinesischen Medizin zu verstehen und nutzen zu können.

Hier ist ein Vorschaulink mit einigen Seiten Textauszug:

http://stuhlmacher-joachim.de/wp-content/uploads/2016/09/Die-Medizin-des-Dao-Grundlagenbuch-05-demo-1.pdf

Viel Freude beim Lesen!

Wer bei Amazon eine Rezension über das Buch veröffentlicht, bekommt dafür ein kostenloses Freiexemplar vom Verlag zugeschickt!

Band 3, „Die Hausapotheke der Chinesischen Medizin“ erscheint Mitte Oktober. 100 Tipps für ein gesundes und langes Leben und für viele Krankheiten und Wehwehchen eine Übung oder Massage zur einfachen Selbstanwendung.

 

 

Massage – Wohltat und Therapie zugleich

Ich möchte heute ein wenig über verschiedene chinesische Massagemethoden schreiben. Es gibt unterschiedliche Formen der Massage wie etwa das Tuina (Schieben und Greifen) oder die Akupressur (Massage bestimmter Energiepunkte), das Guasha (Reiben und Schaben von Hautarealen) oder auch berührungslose Varianten, die Qi-Übertragungen nutzen. Alle Methoden der Massage innerhalb der Chinesischen Medizin benötigen als Grundlage ein gewisses Verständnis vom Qigong, welches den Ursprung der Chinesischen Medizin darstellt. Das Qigong (ein Begriff aus den 1950er Jahren, der Methoden beschreibt, die als Dao-Methoden seit Jahrtausenden in China bekannt waren) zeichnet sich durch eine Verbindung von Körperhaltungen und Körperbewegungen, Atem- oder Qi-Techniken in Verbindung mit meditativem Geistestraining oder Formen von Aufmerksamkeitsschulung aus. Diese Verbindung wird auch bei allen Massageformen in unterschiedlichster Art und Weise genutzt.

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Ist „digitaler“ Burn-Out möglich? – Aber sicher!

Wie sagt meine Dao-Meisterin immer so schön:Less Sreen, more Qigong!. Weniger Bildschirm, mehr Qigong. Und inzwischen zeigt sich wieder einmal sehr deutlich, dass man mit altem Wissen und alten Methoden sehr wohl neue Entwicklungen einordnen und vorhersehen kann. Es gibt immer mehr Menschen, die an einem digitalen Burn-Out leiden. Das hat selbst unsere Wissenschaft erkannt. Doch warum das so ist und wieso die Auswirkungen so extrem sind, darauf gibt sie nur unbefriedigende Antworten.

In der Chinesischen Medizin ist es bekannt und ich selber warne in meinen Kursen ständig davor, immer ON zu sein. Die Augen auf einen Bildschirm gerichtet zu haben, oft stundenlang ohne große Unterbrechungen ist in vielerlei Hinsicht äußerst schädlich. Rein körperlich ist es anstrengend für die Augen, ständig ausgerichtet und aufnahmebereit zu sein. Abgesehen davon sind sehr leicht Fehlhaltungen der Halswirbelsäule und des Nackens möglich, die das Problem noch verstärken. Aus energetischer Sicht sind die Augen das Sinnesorgan, welches mit Abstand am meisten Qi benötigt. Sind die Augen also in einem Dauerbetrieb, so fressen sie Unmengen Energie. Dies führt eben relativ schnell zu einer Leere des Yang-Qi. Diese Leere wird reguliert durch das Nieren-Qi, welches für solche Notfälle den Energieverlust sofort ausgleicht. Doch damit leeren wir ebenso schnell genau diesen Notfall-Speicher. Wenn dann wirklich Notfälle wie Krankheiten oder außergewöhnliche Belastungen im Leben auftreten, hat das Nieren-Qi nicht mehr genügend Power und kann nun nicht mehr helfend einspringen. Die Probleme verschärfen und verschlimmern sich deutlich. Dies wäre ein erstes Burn-Out-Szenario.

Doch es gibt weitere Aspekte, die beachtet werden sollten. Die Augen haben Verbindungen zu einigen Meridianen des Körpers und somit zu deren Organsystemen. Die Leber kontrolliert die Augen, der erste Akupunkturpunkt der Magenleitbahn liegt direkt unterhalb des Auges und der erste Punkt der Gallenblasenleitbahn liegt direkt seitlich am Auge. Durch die ständige Nutzung der Augen werden diese Organsysteme ständig gereizt und verlieren zunächst Qi. Bei länger anhaltendem Gebrauch der Augen, die sich dann noch auf kleine Bildschirme fokussieren müssen, trocknen wir dann auch das Yin, die Flüssigkeiten aus. Die Augen und/oder das Gebiet um die Augen werden trocken und rissig. Doch viel schlimmer ist, dass auch im Inneren des Körpers, im Inneren die Organsysteme trocken werden. Das geschieht beispielsweise mit den Magensäften oder dem Leberblut. Dies hat weitaus gefährlichere Auswirkungen auf den Körper als das trockene Auge selbst. Ein trockener Magen neigt zu entzündlichen Prozessen, ein geschwächtes Leberblut zu größerer emotionaler Anfälligkeit oder Durchblutungsstörungen, um nur mal wenige Beispiel zu nennen.

Letztlich aber ist das Auge „der Spiegel der Seele. Geist und Seele werden durch die ständige Benutzung der Augen immer unruhiger und strahlen diese Unruhe aus auf das Herz. Das Herz ist Kaiserorgan des Körpers und sollte geschützt sein und in Stille bleiben. Zudem sind wir durch den Gebrauch der Augen ständig außer uns. Wir verlieren ständig unsere Mitte, denn unsere Aufmerksamkeit ist natürlich beim Bildschirm. Anders als bei einem Spaziergang, wo wir die meiste Zeit unfokussiert sind und uns die Natur etwas an Energie zurückgibt, sind wir vor Bildschirmen ständig außerhalb unserer Mitte und es wird uns die ganze Zeit Energie entzogen. Das ständige Flimmern der Bilder des Bildschirms erzeugen noch mehr Unruhe. Neben Übelkeit und Kopfschmerz, welches erste kleine Symptome wären, tauchen ganz sicher bald Schlafstörungen auf. Und ohne richtigen Schlaf verschärft sich die gesamte Problematik des zu viel vor dem Bildschirm Hockens dramatisch. Nun ist ein Burn-Out auf Dauer unvermeidlich. Schlechter Schlaf, schnelle Reizbarkeit, überbordende Emotionen sind typische Zeichen solch eines Zustandes, der dann sehr schnell sehr ernst werden kann.

Denn dies alles zusammen führt zu einem sehr starken Verlust an Qi, Flüssigkeiten und Blut in relativ kurzer Zeit und sorgt für ernsthafte Probleme psychischer Art wie ständiges Gedankenkreisen, ständiges Träumen, ständige geistige Unruhe und führt dann auch zusammen mit der fehlenden Erholung durch genügend Schlaf zu ernsthaften körperlichen Beschwerden wie Neurasthenie, geringer Belastbarkeit, psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen oder auch zu schweren Herz-Kreislauferkrankungen. Und bei all dem habe ich die sonst noch so ablaufenden Stressmomente des Alltags völlig außen vor gelassen.

Denkt also bitte daran, weniger Bildschirm, mehr Qigong!

 

 

 

 

Kann Qigong Krankheiten heilen?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt. In Kursen oder auf Vorträgen und in der Therapie von Patienten. Kann ich meine Bronchitis mit Qigong heilen? Kann ich meine Arthrose mit Qigong heilen? Kann Qigong heilen?? JA antworte ich dann immer wieder! Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, meine Antwort etwas präziser zu erläutern und die grundlegenden Wirkprinzipien des Qigong zu beschreiben.

Qigong ist keine Pille, kein Medikament oder eine neue, hierzulande nur unbekannte Medizin oder dergleichen! Das sollten wir nicht verwechseln. Qigong wird nicht eingenommen und dann soll die Wirkung schon kommen. So funktioniert Qigong nicht! Abgesehen davon, dass auch die Medikamente und Pillen, die wir, von einem westlichen Arzt verschrieben, schlucken, wirken nicht so. Das ist wichtig zu verstehen. Die Medikamente regen im Inneren das sogenannte Nieren-Qi an, an diesen oder jenen Ort zu gehen, um dort Probleme zu beseitigen. Ist das Medikament passend, so wird das Nieren-Qi die Problematik vor Ort lösen können und die Beschwerden verringern sich oder lösen sich gar auf. Im Idealfall! Denn, die meisten Medikamente haben teilweise schwere Nebenwirkungen, die schon das nächste Problem, die nächste Erkrankung oder zumindest Beschwerde hervorbringen. Medikamente wirken also nur sehr arealbezogen und symptomatisch, wenn überhaupt. Sie behandeln in der Regel nur die Zweige der Erkrankung (Biao), nicht die Ursache und Wurzel (Ben) und sie haben Nebenwirkungen, die schädlich sein können.

Qigong arbeitet auf einer völlig anderen Ebene und mit einem völlig anderen Ansatz. Qigong lässt uns wieder an unser großes Potenzial anknüpfen, welches uns das Universum (Natur, Dao) zur Verfügung stellt. Es verbindet uns wieder mit unserem Ursprung. In meinen Kursen erläutere ich immer wieder, dass das Dao, die Natur, nicht geizig ist! Die Natur, der Kosmos stellt uns ständig 100% Energie zur Verfügung. Wie sollte es anders sein? Sie bestraft uns nicht, wenn wir etwas Falsches tun oder wenn ihr unsere Nase nicht gefällt;-)! Sie gibt immer großzügig an ALLE und hält nichts zurück (Eine der Hauptfunktion der Lunge – Atem). Wir sind es selbst, die wir uns herausnehmen aus diesem natürlichen Prozess der Teilhabe an der Natur! Wir entziehen uns aus den unterschiedlichsten Gründen (Blockade, Trauma, Weltbild, Geschichte uvm.) dem großen Fluss des Seins. Wir, unser Ego, unsere Vorstellung von der Welt und wie sie zu sein hat für uns (Wünsche, Gier, Gedanken) sind die wahren Übeltäter, die für unser niedriges Energielevel, für unsere Probleme, unsere Erkrankungen verantwortlich sind. Wir sind doch sonst auch immer stolz auf unsere Leistungen! Wir sind es doch, die dieses oder jenes geschaffen haben (Diplom, Doktortitel etc.)! Wieso sind es, was Krankheiten angeht, nicht auch wir, die Verantwortung dafür tragen??

Ohne an dieser Stelle zu tief in die Materie einzudringen, ist hoffentlich klar geworden, dass Qigong uns hilft, wieder zu 100 % am Leben, an der Natur, am Dao teilzuhaben. Deshalb ist auch das Herz (chin. Xin) so wichtig! Nur das Herz erkennt diese Einheit! Das kann der Verstand, die Logik niemals! Nur mit dem Herzen sieht man wirklich gut, heißt es beim kleinen Prinzen und es ist tatsächlich die Hauptfunktion des Herzens, alle Menschen, alle Lebewesen, alle Schöpfung als Einheit zu erkennen und zu er-leben! Und Qigong greift an dieser Stelle ein. Es verbindet uns wieder mit allem. Es schließt uns wieder an an den großen Geist, den großen Fluss, den großen Atem, den großen Puls des Lebens, an das Göttliche.

Und nur deshalb kann Qigong wirklich Krankheiten heilen. Es macht uns nicht nur körperlich gesund, es heilt uns auf allen Ebenen des Seins! Doch wie macht es das? Indem ich einfach immer wieder diese oder jene Übung wiederhole, weil die alten Chinesen das gesagt haben? Ganz sicher nicht! Es beginnt mit dem Qi, welches alles Leben miteinander verbindet. Ich brauche einen neuen Zugang dazu. Den kann ich mir mit Hilfe des Qigong und einem guten Lehrer erarbeiten. Und erarbeiten – gong – ist eben auch sehr wichtig. Wie viel bin ich bereit zu investieren in meine Heilung? In meine Ausbildung? In mein Vorwärts- oder vielleicht treffender Ankommen? Wie weit fahre ich für meine Ausbildung? Wie viel Zeit opfere (Dünndarmfunktion) ich dem Üben und Lernen? Wie viel an Veränderung lasse ich geschehen im Qigongüben und später auch in meinem Leben? Wie viel bin ich bereit zu verlieren, um vom Verlust zu profitieren? Wie viel ist mir mein Leben wert? Wie viel sind mir meine Liebsten wert? Schon das kann entscheidend sein für die Heilung, die Genesung von Krankheit!

Qigong öffnet alle Tore zum Kosmos. Klingt philosophisch und weit weg (oder gar völlig esoterisch), ist es aber nicht! Die alten Chinesen waren Pragmatiker! Der Körper verfügt über weit mehr Zugänge zum Universum, zur Welt, als wir uns vorstellen können. Qigong arbeitet mit all diesen Toren und pflegt nicht nur die körperlichen Aspekte von uns, sondern es pflegt auch unsere geistig-seelischen Ebene, das weitaus größere Tor zum Universum. Haben wir diesen Zugang auch nur einmal für einige Sekunden erlebt, so wissen wir zumindest, dass die Welt größer ist, als wir bisher dachten. Wir können nun andere Seinsebenen betreten und darin anwesend sein. Aufmerksamkeit könnte man es nennen. Doch keine intellektuelle Aufmerksamkeit, sondern eine kultivierte Aufmerksamkeit des Herzens. Doch wo oder was ist denn dieses besagte HERZ? Dazu ist Lernen und Üben, bei jemandem, der sich damit auskennt für die meisten von uns zwingend notwendig. Doch unser Einsatz wird belohnt. Jeder Einsatz für die eigene Kultivierung des Herzens wird belohnt, auch wenn wir es vielleicht nicht sofort bemerken. Und je mehr Tore sich in uns öffnen, desto mehr Power, desto mehr Energie und Heilkraft kann uns durchdringen und uns helfen zu gesunden und zu heilen. Qigong arbeitet an der Wurzel, an der Basis. Dies ist zu Beginn anstrengender, aber letztlich das einzige Prinzip, welches wirklich helfen wird.

Kann Qigong Krankheit heilen? Ja, indem es uns wieder zu dem macht, was wir immer waren und uns zurückbringt, wohin wir schon sooo lange sooo sehnsüchtig wieder hin zurückkehren wollten (Suche)! Aber das ist eben auch Einsatz, Verzicht, Arbeit – gong -!