Zu viel duschen schadet der Haut – Hautnah aus dem Schatz der Chinesischen Medizin

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http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id_79001672/-haut-nah-dr-yael-adler-schreibt-warum-zu-viel-hautpflege-nicht-gut-ist-.html

hat eine junge Hautärztin ein spannendes Buch veröffentlicht, welches sich mal positiv abhebt von all den anderen „wissenschaftlich“ orientierten Medizinbüchern. Darin erläutert sie einige Funktionen der Haut und erklärt, warum beispielsweise zu häufiges duschen oder zu viel Seife der Haut schaden. Dies ist in der Chinesischen Medizin seit Jahrtausenden bekannt.

Die Haut entwickelt einen Schutzmantel, um Staub, Bakterien und andere „Feinde“ abzuhalten und Angriffe von außen zu unterbinden oder sofort zu eliminieren. In der Chinesischen Medizin gilt die Haut als äußerer Teil des Immunsystems und hat weitreichende Aufgaben und Funktionen. Die Immunität wird also durch häufiges duschen, durch den Einsatz von Seifen und allen möglichen Duschgels und natürlich auch durch den täglichen Gebrauch von Duftstoffen, Parfüm oder gar Schminke empfindlich gestört. Diese, zum größten Teil auch noch überwiegend aus chemischen Stoffen bestehenden Produkte, zerstören die Schutzschicht der Haut. Damit nehmen sie ihr direkt die Fähigkeit Feinde abzuwehren und uns zu beschützen vor äußeren, krankmachenden Angriffen durch Schadstoffe oder Viren und Bakterien. Zudem muss die Haut viel schneller als normal versuchen, die Schutzschicht wieder aufzubauen. Dies kostet Unmengen an Nieren-Qi. Diese Nieren-Energie ist dann aber auch verbraucht und kann nicht so leicht erneuert werden.

Die Haut unterliegt der „Steuerung“ durch die Lunge. Die Lunge ist „Kanzler“ des Körpers und ein äußerst wichtiges Organsystem. Die Lunge hat weitreichende Aufgaben, die hier nicht im Detail erörtert werden können. Eine Aufgabe ist eben den Schutz des Menschen vor äußeren Angriffen. Dazu gehören aber eben nicht nur Viren oder Bakterien oder andere für uns gefährliche Stoffe. Dazu gehören, und heutzutage stark zunehmend, auch emotionale Angriffe. Druck, den wir uns selber machen, Wut, Trauer uvm. greifen die Lunge an und sorgen sofort für Stagnation im Funktionsgefüge auch der Haut. Hauterkrankungen haben immer auch zu tun mit inneren psychischen Prozessen, die in der Regel einher gehen mit zu vielen und/oder zu heftigen emotionalen Einlassungen.

Die Lunge steht auch für Großzügigkeit, gerade im materiellen Bereich. Geben und teilen ist ein ganz wichtige Funktion der Lunge, damit sie optimal arbeiten kann. Unsere momentane Flüchtlingskrise ist ein wunderbarer Ausdruck dieser Funktion und es ist eine spannende Frage, ob wir lernen, abzugeben und unseren Wohlstand sinnvoll mit anderen Menschen zu teilen und möglichst Viele daran teilhaben zu lassen.

Eine der mächtigsten Pathologien, also Erkrankungen, der Lunge ist Perfektionismus und Kontrollsucht. Perfekt zu sein in unserem, rein auf den Intellekt aufbauenden Verständnis davon, schädigt die Lunge sehr schnell und sehr tiefgreifend. Störungen der Atmung, der Verdauung (über den Yang-Partner der Lunge, den Dickdarm) und der Organsysteme Gallenblase und Leber (die direkter Ausdruck des Lebens sind) sind die ersten negativen Auswirkungen. Daraus ergeben sich hunderte von verschiedenen Symptomen, Beschwerden und Erkrankungen. Außerdem kostet Perfektionismus wiederum Unmengen an Energie, insbesondere unsere vorgeburtliche Energie aus den Nieren. Und die brauchen wir eigentlich im Alter, um fit und gesund zu bleiben, wenn der Körper insgesamt schwächer wird.

Auch der Wunsch nach Kontrolle des Lebens schädigt die Lunge massiv und sorgt dadurch eben auch dafür, dass Hautprobleme und Erkrankungen der Haut entstehen. Wir können das Leben nicht kontrollieren. Und der Versuch, dies dennoch zu tun, hat weitreichende Konsequenzen auf unsere Psyche. Diese versucht ja etwas, was unmöglich ist, und deshalb werden noch mehr Energie verbraucht und uns unendlich viele negative Erlebnisse beschert. Wir sind frustriert darüber, dass unser Partner sich anders verhält als gewünscht. Wir sind frustriert über die rote Ampel; den Nachbarn, der uns ärgert; den Chef, der nicht nett genug ist; unsere Kinder, die nicht die Leistungen erbringen, die wir für sie vorgesehen hatten usw.!

Und durch diese Kontrolle und diesen Perfektionismus entsteht natürlich zwangsläufig der Wunsch, auch das Altern zu kontrollieren. Schminke, Puder, Cremes, Seifen und sogar Operationen sollen uns helfen, auch diesen Aspekt des Lebens – ganz natürlich älter werden – zu kontrollieren. Zu diesem Thema gäbe es weit mehr zu sagen, was den Rahmen hier sprengen würde. In meinem Newsletter habe ich gerade einen entsprechenden Artikel dazu geschrieben…!

Also, weniger waschen, weniger schminken, weniger duschen, weniger kontrollieren und weniger perfekt sein wollen sind hilfreich für die Lunge, für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit und, ganz klar, auch für unsere Haut.

Foto: marc boberach_pixelio.de


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